Ein Text ist einfach geschrieben, wenn der adressierte Leser ihn ohne große Mühe auf Anhieb verstehen kann. Der Schreiber braucht eine schnörkellose Sprache, die auf den Punkt kommt. Der beste Tipp ist, sich weitgehend an der gesprochenen Sprache zu orientieren und sich davor zu hüten, in eine umständliche Schriftsprache zu verfallen.
Der Stillehrer Ludwig Reiners hat dem noch etwas hinzugefügt: „Schreibe, wie du sprichst, nur sorgfältiger!“
Wörter
Bei der Wortwahl sollte man die kurzen, konkreten und anschaulichen Wörter bevorzugen. Wörter mit ein, zwei oder drei Silben sind fast immer verständlicher und gleichzeitig lebendiger als lange Wörter. „Frage“ ist besser als „Fragestellung“, „Problem“ ist besser als „Problemstellung“, „Ziel“ ist besser als „Zielsetzung“, „Räume“ ist besser als „Räumlichkeiten“. Wolf Schneider sagt: „Einsilber sind die Königswörter der Sprache“ und belegt dies so: „Wie sehr wir Einsilber lieben, zeigen populäre Redensarten: Hab und Gut, auf Schritt und Tritt, durch dick und dünn, Katz und Maus [hier ist Katze verkürzt zu Katz], Lug und Trug. … Es sind die Einsilber, die uns unter die Haut gehen.“
Sätze
Bei der Satzbildung sollte man kurze mit mäßig langen Sätzen abwechseln. Am leichtesten verstehen wir normalerweise kurze Hauptsätze. Allerdings wirken mehrere kurze Sätze hintereinander eintönig. Wichtig für die Verständlichkeit: Keine Schachtelsätze. In der Regel zuerst den Haupt- und dann den Nebensatz. Und: Wörter, die zusammengehören (wie z.B. Bestandteile des Verbs) nah beieinander lassen.
Doris Märtin schreibt treffend: „Es gilt, das richtige Maß zwischen Banalität und Bombast zu finden.“ Mit anderen Worten: Man sollte das Bemühen um Einfachheit nicht auf die Spitze treiben und damit das Leserinteresse am Ende durch Unterforderung verlieren. Und noch etwas: „Einfachheit ist kein Freibrief für sprachliche Armut.“ (Doris Märtin)
Praxistipp:

So finden Sie zu einem natürlichen und einfachen Schreibstil: Stellen Sie sich vor, Sie schreiben eine E-Mail an jemand, der Ihnen vertraut ist. So gewinnen Sie einen Textentwurf, den Sie dann noch aufmerksam überarbeiten und damit vervollständigen und vervollkommnen können.

Ich interessiere mich für Sie und für das, was Sie zu sagen haben!
Am 06.07.11 um 03:22
Ein Text ist einfach geschrieben, wenn der adressierte Leser ihn ohne große Mühe auf Anhieb verstehen kann. Der Schreiber braucht eine schnörkellose Sprache, die auf den Punkt kommt. Der beste Tipp ist, sich weitgehend an der gesprochenen Sprache zu orientieren und sich davor zu hüten, in eine umständliche Schriftsprache zu verfallen.
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